Übungsaufsatz
1. Interpretieren Sie das Gedicht "Sehnsucht" von Joseph von Eichendorff hinsichtlich inhaltlicher, sprachlicher
und formaler Aspekte.
2. Vergleichen Sie die Gestaltung des Sehnsucht-Motivs in den Gedichten "Sehnsucht" und "Mondnacht".
„Bei Sehnsucht macht erst der Entzug sehnsüchtig.“ Mit diesen Worten spricht
Siegfried Wache den Beweggrund eines der wichtigsten Motive der Romantik an. Diese
Epoche prägte zwischen 1795 und 1835 sowohl die Musik und Kunst als auch die Literatur.
Betont wurden vor allem Gefühle, wie die Sehnsucht und das Schweifen in die Natur und die
Ferne. Dabei bildet die Romantik eine Gegenbewegung zu den Epochen Aufklärung und
Weimarer Klassik, da sie vor allem Wert auf Themen wie Individualität, Mittelalter und
Emotionen legt. Die Zeit des frühen 19. Jahrhunderts war zudem geprägt von
gesellschaftlichen Umbrüchen, sowie technischen und wirtschaftlichen Reformen. Durch die
infolge entstandene arbeitsgesteuerte Gesellschaft suchten viele Menschen Flucht vor der
Realität beispielsweise durch Fantasie- oder Traumwelten und die Hinwendung zur Natur.
Dies lässt sich vor allem in der Literatur erkennen, in welcher Motive wie die blaue Blume oder
das Nachtmotiv sehr gängig sind. Vertreter der Epoche sind Novalis, E.T.A. Hoffmann und
Joseph von Eichendorff. Besonders Eichendorffs Gedicht „Mondnacht“, welches 1837
erschienen ist, verkörpert geradezu die Idee der Romantik. Der Autor lebte von 1788 bis 1857
und ist heutzutage vor allem durch seinen Roman „Aus dem Leben eines Taugenichts“ bekannt.
„Mondnacht“ verdeutlicht sein Sehnsuchtsmotiv durch eine sinnliche Beschreibung der Natur
und einer Reise der Seele in den Himmel. Im Folgenden wird dieses Gedicht interpretiert und
im Anschluss soll es hinsichtlich des Sehnsuchts-Motivs mit dem lyrischen Text
„Sehnsucht“ verglichen werden.
Das lyrische-Ich erzählt explizit über eine Außenansicht, was daran zu erkennen ist,
dass man nie einen Einblick in das Innere bekommt, sondern nur das Geschehen in der Umwelt
verfolgt wird. Am Anfang wird eine Liebesgeschichte zwischen der Erde und dem Himmel
erwähnt, welche eine deutliche Verbindung zu der griechischen Mythologie von Uranos und
Gaia aufweist (V. 1-4). In den der zweiten Strophe wird die Natur beschrieben (V. 5-8), wobei
ein besonderes Augenmerk auf die Beziehung zu Himmel und Erde gelegt wird (V. 1f). In der
letzten Strophe steigt die Seele des lyrischen-Ichs in den Himmel empor (V. 9-12). Insgesamt
erscheint das gesamte Gedicht wie eine Reise in die Ferne. Mondnacht setzt sich zusammen
aus drei Strophen mit jeweils vier Versen. Das Metrum ist ein dreihebiger Jambus und obwohl
der Rhythmus flüssig erscheint, wird er nach jedem Vers kurz unterbrochen. Das Reimschema
1. Interpretieren Sie das Gedicht "Sehnsucht" von Joseph von Eichendorff hinsichtlich inhaltlicher, sprachlicher
und formaler Aspekte.
2. Vergleichen Sie die Gestaltung des Sehnsucht-Motivs in den Gedichten "Sehnsucht" und "Mondnacht".
„Bei Sehnsucht macht erst der Entzug sehnsüchtig.“ Mit diesen Worten spricht
Siegfried Wache den Beweggrund eines der wichtigsten Motive der Romantik an. Diese
Epoche prägte zwischen 1795 und 1835 sowohl die Musik und Kunst als auch die Literatur.
Betont wurden vor allem Gefühle, wie die Sehnsucht und das Schweifen in die Natur und die
Ferne. Dabei bildet die Romantik eine Gegenbewegung zu den Epochen Aufklärung und
Weimarer Klassik, da sie vor allem Wert auf Themen wie Individualität, Mittelalter und
Emotionen legt. Die Zeit des frühen 19. Jahrhunderts war zudem geprägt von
gesellschaftlichen Umbrüchen, sowie technischen und wirtschaftlichen Reformen. Durch die
infolge entstandene arbeitsgesteuerte Gesellschaft suchten viele Menschen Flucht vor der
Realität beispielsweise durch Fantasie- oder Traumwelten und die Hinwendung zur Natur.
Dies lässt sich vor allem in der Literatur erkennen, in welcher Motive wie die blaue Blume oder
das Nachtmotiv sehr gängig sind. Vertreter der Epoche sind Novalis, E.T.A. Hoffmann und
Joseph von Eichendorff. Besonders Eichendorffs Gedicht „Mondnacht“, welches 1837
erschienen ist, verkörpert geradezu die Idee der Romantik. Der Autor lebte von 1788 bis 1857
und ist heutzutage vor allem durch seinen Roman „Aus dem Leben eines Taugenichts“ bekannt.
„Mondnacht“ verdeutlicht sein Sehnsuchtsmotiv durch eine sinnliche Beschreibung der Natur
und einer Reise der Seele in den Himmel. Im Folgenden wird dieses Gedicht interpretiert und
im Anschluss soll es hinsichtlich des Sehnsuchts-Motivs mit dem lyrischen Text
„Sehnsucht“ verglichen werden.
Das lyrische-Ich erzählt explizit über eine Außenansicht, was daran zu erkennen ist,
dass man nie einen Einblick in das Innere bekommt, sondern nur das Geschehen in der Umwelt
verfolgt wird. Am Anfang wird eine Liebesgeschichte zwischen der Erde und dem Himmel
erwähnt, welche eine deutliche Verbindung zu der griechischen Mythologie von Uranos und
Gaia aufweist (V. 1-4). In den der zweiten Strophe wird die Natur beschrieben (V. 5-8), wobei
ein besonderes Augenmerk auf die Beziehung zu Himmel und Erde gelegt wird (V. 1f). In der
letzten Strophe steigt die Seele des lyrischen-Ichs in den Himmel empor (V. 9-12). Insgesamt
erscheint das gesamte Gedicht wie eine Reise in die Ferne. Mondnacht setzt sich zusammen
aus drei Strophen mit jeweils vier Versen. Das Metrum ist ein dreihebiger Jambus und obwohl
der Rhythmus flüssig erscheint, wird er nach jedem Vers kurz unterbrochen. Das Reimschema