Hochschule Fresenius – University of Applied Sciences
Inferenzstatistik
- Zusammenfassung -
,Studiengang: Psychologie
Semester: 2. Fachsemester
Einleitung
Was bedeutet „Inferenzstatistik“?
= „Inferenzstatistik“ bedeutet übersetzt „schließende Statistik“. Damit ist der Schluss von den
erhobenen Daten einer Stichprobe auf Werte in der Population gemeint.
Wie gelangt man zu Erkenntnissen?
Alltagswege vs. wissenschaftliche Forschungsmethoden – erläutern Sie!
= es stehen verschiedene Wege zu Erkenntnissen oder vermeintlichen Erkenntnissen zur Verfügung:
▪ Durch Autoritätspersonen/Experten oder Bezug auf Autoritätspersonen/Experten
▪ Durch Religion
▪ Durch Tradition
▪ Durch Intuition oder Bauchgefühl
▪ Durch anekdotische Evidenz
→ Die Aussagen, die auf dieser Basis getroffen werden, sind nicht unbedingt falsch – es gibt jedoch
keine Möglichkeit, zu wissen, ob diese Aussagen richtig/wahr oder falsch sind. (Vgl. Döring & Bortz,
2016)
Lösung
= Begründung der Richtigkeit/ Wahrheit oder Falschheit von Aussagen mit Hilfe wissenschaftlicher
Forschungsmethoden.
▪ Forschungsmethoden geben ganz bestimmte Methoden an die Hand, die es erlauben, die
Richtigkeit/Wahrheit von Aussagen „objektiv“ (oder intersubjektiv) zu beurteilen.
▪ Wissenschaftliche Forschungsmethoden legen offen, wie und warum man zu einer Aussage kommt.
▪ Aussagen, die auf Grundlage von wissenschaftlichen Forschungsmethoden getroffen werden,
können prinzipiell von anderen Menschen überprüft werden
Welche Arten von Fragen beantworten „Nicht – empirische
Forschungsmethoden“, welche Art von Fragen beantworten „Empirische
Forschungsmethoden“?
Nicht – empirische Forschungsmethoden
Normative Fragen: „Wie sollte es sein?“
Formale Fragen: „Wie muss es sein?“ oder „Wie kann es nicht sein“ (etwa nach den Gesetzen der Logik)
Empirische Forschungsmethoden
Explorative Fragen (erforschend): „Was ist es?“
Deskriptive Fragen (beschreibend): „Wie ist es?“
Explanative Fragen (erklärend): „Warum ist es so“?
2
, Wie können formale Fragen geprüft werden? Nennen Sie Beispiele unter
Hinzuziehung des „Modus Ponens“ und „Modus Tollens“!
= Formale Fragen („Wie muss es sein?“, „Wie kann es nicht sein?“) können mit deduktiver Logik geprüft
werden. Ein korrekter deduktiver Schluss garantiert die Richtigkeit der Konklusion (wenn die sog.
Prämissen, also Voraussetzungen zutreffen!!)
Beispiele
MODUS PONENS
1 Wenn A, dann B.
(oder: Alle A sind B.)
2 A.
(oder: Etwas ist A.)
3 B.
(oder: Etwas ist B.)
Bsp.: Mathematik (strenge Logik)
MODUS TOLLENS
1 Wenn A, dann B.
(oder: Alle A sind B.)
2 nicht B.
(oder: Etwas ist A.)
3 nicht A.
(oder: Etwas ist B.)
Können empirische Fragen mit deduktiver Logik geprüft werden? Nennen Sie
Beispiele!
= Empirische Fragen („Was ist es?“, „Wie ist es?“, „Warum ist es so?“) können mit deduktiver Logik nicht
geprüft werden.
Ein korrekter guter induktiver Schluss garantiert die Richtigkeit der Konklusion nie (auch wenn die
Prämissen zutreffen)
Beispiel
MODUS PONENS Diese Schlussfolgerung
1 A1 ist B. kann sich immer auch als
(Bsp.: Schwan 1 ist weiß)
falsch herausstellen
2 A2 ist B.
(Bsp.: Schwan 2 ist weiß)
(vielleicht gibt es ja einen
A3 ist B. schwarzen Schwan),
3 während die Konklusion
(Bsp.: Schwan 3 ist weiß)
A4,5,6,... ist B. eines korrekten deduktiven
4 (Bsp.: Schwan 4,5,6,... ist weiß) Arguments nie falsch sein
Wenn A, dann B. (oder: Alle A sind B) kann!
5 (Bsp.: Wenn man ein Schwan ist, ist man weiß)
3
Inferenzstatistik
- Zusammenfassung -
,Studiengang: Psychologie
Semester: 2. Fachsemester
Einleitung
Was bedeutet „Inferenzstatistik“?
= „Inferenzstatistik“ bedeutet übersetzt „schließende Statistik“. Damit ist der Schluss von den
erhobenen Daten einer Stichprobe auf Werte in der Population gemeint.
Wie gelangt man zu Erkenntnissen?
Alltagswege vs. wissenschaftliche Forschungsmethoden – erläutern Sie!
= es stehen verschiedene Wege zu Erkenntnissen oder vermeintlichen Erkenntnissen zur Verfügung:
▪ Durch Autoritätspersonen/Experten oder Bezug auf Autoritätspersonen/Experten
▪ Durch Religion
▪ Durch Tradition
▪ Durch Intuition oder Bauchgefühl
▪ Durch anekdotische Evidenz
→ Die Aussagen, die auf dieser Basis getroffen werden, sind nicht unbedingt falsch – es gibt jedoch
keine Möglichkeit, zu wissen, ob diese Aussagen richtig/wahr oder falsch sind. (Vgl. Döring & Bortz,
2016)
Lösung
= Begründung der Richtigkeit/ Wahrheit oder Falschheit von Aussagen mit Hilfe wissenschaftlicher
Forschungsmethoden.
▪ Forschungsmethoden geben ganz bestimmte Methoden an die Hand, die es erlauben, die
Richtigkeit/Wahrheit von Aussagen „objektiv“ (oder intersubjektiv) zu beurteilen.
▪ Wissenschaftliche Forschungsmethoden legen offen, wie und warum man zu einer Aussage kommt.
▪ Aussagen, die auf Grundlage von wissenschaftlichen Forschungsmethoden getroffen werden,
können prinzipiell von anderen Menschen überprüft werden
Welche Arten von Fragen beantworten „Nicht – empirische
Forschungsmethoden“, welche Art von Fragen beantworten „Empirische
Forschungsmethoden“?
Nicht – empirische Forschungsmethoden
Normative Fragen: „Wie sollte es sein?“
Formale Fragen: „Wie muss es sein?“ oder „Wie kann es nicht sein“ (etwa nach den Gesetzen der Logik)
Empirische Forschungsmethoden
Explorative Fragen (erforschend): „Was ist es?“
Deskriptive Fragen (beschreibend): „Wie ist es?“
Explanative Fragen (erklärend): „Warum ist es so“?
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, Wie können formale Fragen geprüft werden? Nennen Sie Beispiele unter
Hinzuziehung des „Modus Ponens“ und „Modus Tollens“!
= Formale Fragen („Wie muss es sein?“, „Wie kann es nicht sein?“) können mit deduktiver Logik geprüft
werden. Ein korrekter deduktiver Schluss garantiert die Richtigkeit der Konklusion (wenn die sog.
Prämissen, also Voraussetzungen zutreffen!!)
Beispiele
MODUS PONENS
1 Wenn A, dann B.
(oder: Alle A sind B.)
2 A.
(oder: Etwas ist A.)
3 B.
(oder: Etwas ist B.)
Bsp.: Mathematik (strenge Logik)
MODUS TOLLENS
1 Wenn A, dann B.
(oder: Alle A sind B.)
2 nicht B.
(oder: Etwas ist A.)
3 nicht A.
(oder: Etwas ist B.)
Können empirische Fragen mit deduktiver Logik geprüft werden? Nennen Sie
Beispiele!
= Empirische Fragen („Was ist es?“, „Wie ist es?“, „Warum ist es so?“) können mit deduktiver Logik nicht
geprüft werden.
Ein korrekter guter induktiver Schluss garantiert die Richtigkeit der Konklusion nie (auch wenn die
Prämissen zutreffen)
Beispiel
MODUS PONENS Diese Schlussfolgerung
1 A1 ist B. kann sich immer auch als
(Bsp.: Schwan 1 ist weiß)
falsch herausstellen
2 A2 ist B.
(Bsp.: Schwan 2 ist weiß)
(vielleicht gibt es ja einen
A3 ist B. schwarzen Schwan),
3 während die Konklusion
(Bsp.: Schwan 3 ist weiß)
A4,5,6,... ist B. eines korrekten deduktiven
4 (Bsp.: Schwan 4,5,6,... ist weiß) Arguments nie falsch sein
Wenn A, dann B. (oder: Alle A sind B) kann!
5 (Bsp.: Wenn man ein Schwan ist, ist man weiß)
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