NOVEMBERREVOLUTION
Vorgeschichte:
• 1918: 1.WK für das Deutsche Reich nicht mehr zu gewinnen
➔ Wilson macht die innere Demokratisierung des Reiches zur Voraussetzung für
einen Friedensschluss
➔ Die Oberste Heeresleitung legt Kaiser Wilhelm II. einen zügigen Waffenstillstand
nah
➔ Oktoberreformen: Umwandlung des Deutschen Reiches in eine parlamentarische
Monarchie
➔ „Revolution von oben“
• Stimmung in der Bevölkerung: kriegsmüde, Versorgungsengpässen, Sehnsucht nach
Frieden + Abdankung des Kaisers; Verlorenes Vertrauen in die Regierung → trotz
des Versprechens des Sieges hat Deutschland verloren
= Pulverfass
Funke: Flottenbefehl
➔ trotz militärischer Niederlage: Auslaufen der Flotte gegen GB um Widerstandswillen
zu demonstrieren = Himmelsfahrtkommando
➔ Matrosenaufstand
➔ Entstehung von Protesten in ganz Deutschland
➔ Bildung von Bildung von Arbeiter- und Soldatenräten
9. Nov 1918:
• Höhepunkt der Proteste
➔ Thronverzicht Wilhelm II, Rücktritt von Baden
➔ Ausrufung der Republik
➔ Friedrich Ebert (Sozialdemokrat) wird Reichskanzler
➔ Ruft die Menschen auf Ruhe und Ordnung einkehren zulassen
Doppelte Ausrufung der Republik:
• Machtkampf zwischen einem gemäßigten und radikalen Lager
• „dt. Republik“: Phillip Scheidemann (MSPD)
• „freie sozialistische Republik“: Karl Liebknecht (USPD/ Spartakusbund)
➔ Bildung einer gemeinsamen Übergangsregierung
➔ „Rat der Volksbeauftragten“
➔ Unterschiedliche Systemvorstellungen
Parlamentarische Demokratie Räteherrschaft
-rasche Wahlen -demokratische Kontrolle der Armee
-Gewaltenteilung -Sozialisierung
-Schutz des Eigentums -Neuverteilung des Eigentums
→geordneter Übergang →eher Revolution als Reform
→eher Reform als Revolution
➔ Mehrheit für die parlamentarische Demokratie
➔ MSPD setzt sich gegenüber der USPD durch
➔ “Weimarer Kompromiss“ enttäuschte viele sozialdemokratische Anhänger; vor allem
junge Menschen hatte sich von der Revolution mehr erhofft
, ➔ Anschluss an andere radikalere Parteien z.B. USPD
➔ Rückzug von resignierten Wählern aus der politischen Öffentlichkeit; blieben von den
Wahlen fern
➔ Schwächung der demokratischen Bewegung
➔ Spartakusaufstand Januar 1919: wird von der MSPD mithilfe von Freikorps
niedergeschlagen
Die Pariser Friedenskonferenzen 1919
• Schaffung einer internationalen Nachkriegsordnung
• Besiegten Staaten ausgeschlossen
• Entscheider = Siegermächte = GB, USA, Frankreich
• Widersprüchliche Erwartungen d. Siegermächte
• 5 Verträge werden geschlossen
• Unteranderem der Versailler Vertrag
18. Jan 1919: VERSAILLER VERTRAG → Unterzeichnung 28.Juni 1919
• Beendet den 1. WK
➔ Schwere Belastung der jungen für die junge Demokratie der Weimarer Republik
1. Entmilitarisierung:
-keine schweren Waffen
-Verbot der Wehrpflicht
2. Reparationen:
-wurden nicht endgültig festgelegt
3. Gebietsabtrennungen:
-z.B. Elsass-Lothringen, der „Korridor“, Westpreußen
→symbolischer Wert
-Verlust aller Kolonien
4. Artikel 231
- „Kriegsschuldartikel“
-Alleinschuld von Deutschland und seinen Verbündeten
Motive der Siegermächte
• Frankreich: Sicherheit vor Deutschland → Clemenceau
• Großbritannien: Gleichgewicht der Kräfte →Premierminister Lloyd Goerge
• USA: Unzerbrechlicher Frieden →Woodrow Wilson → Frieden soll durch die
Entstehung eines Völkerbundes gesichert werden
Vorteile Nachteile
-formale Beendigung des 1.Weltkriegs - „Schanddiktat“
+ sicherte Europa eine kurze Epoche →schuf Nährboden für rechtsnationale bzw. völkische
des Friedens Gruppierungen, die die junge Weimarer Demokratie von
-Kompromisscharakter Beginn an in ihrer Existenz bedrohten und eine Revision
-hätte durchaus härter ausfallen des Vertrags anstrebten
können - vage Inhalte z.B. bei der Bestimmung der Reparationen
-D hätte miteinbezogen werden sollen
-Vertrag habe den Deutschen nicht nur die
Vergangenheit und Gegenwart genommen, sondern
auch die Zukunft
-auch Siegermächte nicht zufrieden