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Einsendeaufgabe II Allgemeine Psychologie - Problemlösen, bestanden & korrigiert (2023)

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Bestandene Einsendeaufgabe aus dem Modul "Allgemeine Psychologie - Denken und Sprache" mit Kommentaren.

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THOENES, Joshua
FB2823GR814
Psychologie (B.Sc.) (8 Sem.) PO:04/21




Einsendeaufgabe


Allgemeine Psychologie II - Problemlösen

Aufgabe 1

Wozu dienen Urteilsheuristiken? Beschreiben Sie bitte die fünf Urteilsheuristiken nach
Gigerenzer und Brighton (2009) in eigenen Worten.

Nach einer seiner Forschungsreisen auf der „Beagle“ kritzelte der 29jährige Charles
Darwin folgende Frage mit zwei darunter liegenden Spalten auf ein Papier:

„Dies ist die Frage“




Beispiel aus: Gigerenzer, G., & Gaissmaier, W. (2006). Denken und Urteilen unter
Unsicherheit: Kognitive Heuristiken. Enzyklopädie der Psychologie, Bd. C II, 8, 329-
374.

Darwin entschied sich für „Heiraten“ und verwendete bei seiner Entscheidung eine
mit cues (Hinweisen) arbeitende Heuristik. Bitte erläutern Sie sein mögliches
Vorgehen anhand der drei Heuristik-Bausteine: Suchregel, Abbruchregel,
Entscheidungsregel.


Seite1 PFH-Private Hochschule Göttingen 25.02.2024

, THOENES, Joshua
FB2823GR814
Psychologie (B.Sc.) (8 Sem.) PO:04/21


Urteilsheuristiken dienen zur persönlichen Meinungsbildung und Entschlussfindung durch
einem Denkprozess der nicht unvoreingenommen und rational abläuft, sondern auf
Eingebungen, Gefühlen und vorrangegangenen Erlebnissen vor allem aber
unter/unbewussten Gründen basiert. Diese Denkstrategie verläuft dabei größtenteils
automatisiert und immer in einer höheren Geschwindigkeit ab als das bei einer bewusster
Entscheidungsfindung der Fall ist, was in vielen Fällen vorteilhaft sein kann und ihre Nutzung
in Situationen begründet, bei denen keine ausführliche Beschäftigung mit der ursprünglichen
Fragestellung und eine Lösung über analytisches Durchdenken möglich oder sinnvoll ist
Dabei gilt in der Regel: je mehr willkürliche Einflüsse auf die Entscheidungsfindung wirken,
desto schlechter ist das Resultat des Prozesses. Diese vermehrten negativen Einflüsse
werden ‚Biases‘ (Stereotypen, Vorurteile) genannt und verkörpern den hauptsächlichen
Nachteil der Urteilsheuristiken.

Im Jahr 2009 erarbeiteten die Psychologen Gerd Gigerenzer und Henry Brighton fünf
verschiedene Urteilsheuristiken heraus, die seitdem als einfache Urteilsheuristiken bekannt
sind. Diese lauten: ‘Recognition’, ‘Fluency’, ‘Take-the-best’, ‘Tallying’ und ‘Satisficing’.

Die Urteilsheuristik ‘Recognition’ beschreibt den Fall, dass bei einer Wahl zwischen
zwei Möglichkeiten in einer Fragestellung oder Herausforderung immer die Option
hervorgehoben und zumindest unterbewusst gewählt wird, die den höchsten
Wiedererkennungswert aufgrund von früheren Erfahrungen oder bekannten Tatsachen
besitzt.

Bei der Urteilsheuristik ‚Fluency‘ handelt es sich um die Situation, dass bei einer
Wahlmöglichkeit zwischen zwei Optionen, die beide bekannt sind oder wiedererkannt
werden, die Wahl für diejenige Seite ausfällt, die in dieser Momentaufnahme zügiger erkannt
wurde.

Unter dem urteilsheuristischen Begriff ‚Take-the-best‘ versteht man den Umstand,
dass bei zwei möglichen Alternativen, die beide bekannt sind oder wiedererkannt werden,
die Entscheidung für die Seite ausfällt, die sich bei näherer Betrachtung als erste positiv
hervorhebt. Dies geschieht durch die Suche nach ‚cues‘ (Hinweisen). Liegen mehrere ‚cues‘
vor reicht der erste, bei dem nach eingehender Beschäftigung auffällt, dass er eine höhere
Gültigkeit besitzt, aus um eine Entscheidung zu treffen.

‚Tallying‘ bedeutet in der Urteilsheuristik, ähnlich wie bei ‚Take-the-best‘, den
Vergleich von zwei wählbaren Optionen anhand ihrer positiven Hervorhebung. Auch beim
‚Tallying‘ geschieht dies mithilfe von ‚cues‘ jedoch mit dem Unterschied, dass die höhere
Anzahl der positiven ‚cues‘, die eine Seite besitzt, ausschlaggebend ist, ob diese gewählt
wird.


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